Werkstattblog Charles Edward Ives – Luck and Work

Wir sind zwölf Pianistinnen und Pianisten, Sängerinnen und Sänger sowie ein Moderator. Am 30. November 2014 führen wir im Theater Rigiblick sämtliche 114 Songs des amerikanischen Komponisten Charles Ives auf: „Luck and Work“ I, „Walking“ (Lecture), „Luck and Work“ II.

In diesem Werkstattblog berichten wir über das, was wir in unseren Proben über die Musik von Charles Ives erfahren.

Charles Ives

O-Ton Charles Ives I:

„Wir wollen uneingeschränkt geltend machen, dass das instinktive und vorwärtsschreitende Interesse jedes Menschen an der Kunst sich immer weiter entwickelt, immerzu alte Hoffnungen erfüllt und neue aufbaut, immerzu neue Horizonte eröffnet, bis hin zu dem Tage, wo jeder Mensch bei der Kartoffelernte von eigenen Epen, eigenen Sinfornien (oder Opern, wenn ihm der Sinn danach steht) inspiriert wird; und wie er eines Abends hemdsärmelig und pfeiferauchend im Hinterhof sitzt und seinen tapferen Kindern zuschaut, wie sie sich daran ergötzen, ihre eigenen Themen für ihre eigenen Sonaten ihres eigenen Lebens zu erfinden, so wird er seinen Blick über die Berge schweifen lassen und in ihrer Realität seine Visionen wiederfinden, und im Rauschen des Westwinds wird er durch die Baumspitzen hindurch die transzendentalen Melodien der Sinfonie dieses Tages in der ganzen Vielfalt ihrer Chöre und in ihrer letztmöglichen Vollendung hören!“
(Charles E. Ives: Nachwort zu den 114 Liedern. In: Charles Ives: Ausgewählte Texte. Hg. von Werner Bärtschi. Zürich 1985)

 

O-Ton Charles Ives II:

 

4 Gedanken zu „Werkstattblog Charles Edward Ives – Luck and Work

  1. Lars Werdenberg

    Bin zu seinem Haus und seinem Grab gepilgert und mit grosser Vorfreude werde ich am Sonntag auch nach Zürich „pilgern“ 🙂

    Antworten
  2. Franziska Kleinert

    Lieber Tomas!
    Ich bin beeindruckt von eurem Unternehmen und über die Auf- und Bei- und Ein- und Nachträge.
    In meinem Kopf geistert ein vielschichtiges Bild von großer mutmachenden Eigenwilligkeit Ives, der Musik und euch herum. Im Vorwort zu den 114 Liedern – lese ich gerad in einem Aufsatz über ihn – steht:
    „Ich habe kein Buch geschrieben – ich habe lediglich aufgeräumt.“
    Ich bin an dem „aufgeräumten“ Sonntag nicht dabei. Großes Bedauern. Aber Freunde aus Luzern kommen.
    TOI – TOI – TOI!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.